Startseite / Trekking & Berge / Tipps gegen Höhenkrankheit
Panorama vom Gipfelgrat des Schlagintweit Peak.

Höhenkrankheit – und was dagegen hilft

Wer die pakistanischen Berge bereisen will, vielleicht sogar eine Expedition plant, sollte sich eingehend mit den möglichen Auswirkungen der Höhe auf den menschlichen Körper vertraut machen. Denn es besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab ca. 3000 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit auftreten können. Ursache der Höhenkrankheit ist eine ungenügende Anpassung (Adaption) des Körpers an große Höhen, meist bedingt durch zu schnelles Aufsteigen in Höhen über 3000m.

Risiko einer Höhenerkrankung

Es gibt keine Möglichkeit, die individuelle Höhenverträglichkeit durch Untersuchungen zuhause festzustellen und Vorhersagen zu treffen, wie gut der Einzelne die Höhe vertragen wird. Jüngere und konditionell Stärkere sind eher gefährdet, weil sie eventuell ihr Tempo zu schnell wählen oder sich vor allem am Anfang zu hektisch oder ruckartig bewegen. Der Körper stellt sich auf die entsprechende Höhe dadurch ein, dass er die Frequenz und die Intensität der Atmung steigert.

Akklimatisierung als bestes Präventionsmittel

Aufstieg ins Gipfellager am Broad Peak (8047m) in ca. 7200m Höhe
Pakistan, Karakorum

Bergtouren sollten daher so ausgelegt werden, dass das Risiko, an einer Höhenkrankheit zu erkranken, möglichst gering ist. Ein langsamer Aufstieg, vernünftige Tagesetappen sowie schrittweise Erhöhung der Schlafhöhe sind die Kernpunkte einer Strategie zur Vermeidung von Höhenproblemen. Völlig ausgeschlossen kann das Risiko jedoch nie hundertprozentig werden.

Anzeichen einer Höhenkrankheit

Erste Anzeichen der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und manchmal Erbrechen, Schwindelgefühl und Gleichgewichtsstörungen. Je nach Schwere und Symptomen unterscheidet man vier Formen der Höhenkrankheit, bis hin zur Ausbildung eines Höhenlungenödems oder eines Höhenhirnödems.

Vermeidungstaktiken gegen Höhenkrankheit

Die nachfolgenden Ratschläge können dabei helfen, Höhenkrankheit zu vermeiden (was sich leider nie 100%ig ausschließen lässt):

1. Viel trinken! Eine tägliche Menge von mindestens 4-5 Litern, in großer Höhe, bei starker Sonneneinstrahlung und unter Anstrengung bis zu 6-7 Liter ist absolut ratsam!

2. In sich hineinhorchen! Es ist wichtig, die Anzeichen einer Höhenkrankheit zu kennen und sie sich vor allem auch einzugestehen! Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schwindelgefühle und Gleichgewichtsstörungen deuten auf Höhenkrankheit hin.

3. Ruhen! Sollten Anzeichen auftreten, sollte man auf keinen Fall weiter aufsteigen und wenigstens eine längere Rast einlegen.

4. Im Ernstfall umkehren! Wenn die Symptome sich trotz Befolgung all dieser Regeln verschlechtern, ist ein sofortiger Abstieg oder Transport in niedrigere Lagen unabdinglich.

5. Achtung mit Chemie! Medikamentöse Behandlung kann niemals einen Abstieg oder zumindest eine Ruhepause auf der gleichen Höhe ersetzen! Nehmen Sie Medikamente im Zusammenhang mit der Höhenkrankheit nur nach ärztlicher Beratung oder genauester persönlicher Sachkenntnis ein!