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Geschichte Pakistans: ultstätten der Sikh in Lahore.

Religionen in Pakistan

Pakistans Verfassung sieht den Islam als Staatsreligion vor. In der Praxis bedeutet das, dass Nicht-Muslimen etwa der Aufstieg in ein hohes Staatsamt verwehrt bleibt. Schätzungen zufolge sind ca. 96% der Gesamtbevölkerung Muslime, wobei die Mehrzahl der sunnitischen Glaubensrichtung (Sunni) angehört. Die Schiiten (Shia) haben nur einen Anteil von ca. 25%, der in den verschiedenen Schätzungen jedoch sehr unterschiedlichen hoch ausfällt. Es existiert darüber hinaus eine offiziell nicht anerkannte Form des Islam, der die so genannten Ahmadis unter Führung des Agha Khan angehören. Geschätzte zwei Millionen Angehörige hat diese sehr friedfertig ausgerichtete Religionsgemeinschaft.

Sufismus als Religion

In Pakistan ist überdies der Sufismus verbreitet, eine spirituelle Strömung innerhalb des Islam. Die Bewegung kann als synkretistisch beschrieben werden und weist neben ihren strengen Sitten auch Elemente von vorislamischen Einflüssen auf. Viele der Nachkommen der früheren Sufis sind heute in wichtigen Ämtern vertreten und verfügen über einigen Einfluss. Außerdem treibt der Sufismus heutzutage eher populäre Blüten, indem man sich zur Verehrung an den Schreinen der Heiligen trifft und zur jährlichen Festen die traditionelle Tanzkultur pflegt. Ein Sufi-Abend ist für viele Reisende ein absoluter Höhepunkt ihres Besuchs in Pakistan.

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Über sechs Millionen in Pakistan lebende Menschen gehören anderen Religionen an. Ca. drei Millionen folgen dem hinduistischen Glauben, schon bedingt durch die Nähe zur indischen Grenze und der langen historischen Tradition auf dem eigenen Territorium. Weitere 2,8 Millionen gehören der christlichen Religion an, wobei verschiedene Konfessionen in Pakistan vertreten sind, insbesondere Katholiken und Lutheraner. Sie gehören zumeist zu niedrigsten Bevölkerungsschichten und werden dementsprechend häufig Restriktionen ausgesetzt. Mit deutlich geringeren Anhängerzahlen folgen die Baha’i mit ca. 50.000 Menschen und die Sikhs mit etwa 20.000 Gläubigen. Sogar Zoroastrier befinden sich unter den in Pakistan vertretenen Glaubensgemeinschaften, jedoch weicht die Anzahl, die in den offiziellen Berichten genannt wird, häufig voneinander ab. Schließlich existieren im Norden an der Grenze zu Afghanistan noch einige wenige Animisten, die so genannten Kalash.