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Das Industal bei Chilas wirkt ein wenig wie eine Mondlandschaft.

Alexander der Große

Kaum eine historische Persönlichkeit wurde in der Geschichte so bewundert und zugleich als negativ, als maßlos und brutal bewertet wie Alexander der Große. Um seinen Namen ranken sich ebensolche Legenden wie um seinen Asienfeldzug, der in der Antike seinesgleichen suchte. Im Jahr 326 v. Chr. erreichte der makedonische Feldherr den indischen Subkontinent und verbrachte dabei auch einige Zeit im heutigen Pakistan.

Eroberungen Persiens und Pakistans von Alexander des Großen

Nachdem Alexander das große persische Reich einverleibt hatte und auch Baktrien zu einer seiner Provinzen gemacht hatte, wandte er sich zu Beginn des Jahres 326 v. Chr. weiter nach Osten, um zunächst den Fluss Kabul zu überschreiten und schließlich seine zwei Heere am Indus zu vereinen. Da er zu diesem Zeitpunkt von seiner anfänglichen Milde den besetzten Regionen gegenüber abwich und mit äußerster Härte seine Eroberung vorantrieb, öffnete beispielsweise Taxila im Gandhara-Reich schon bei Herannahen der Armee seine Tore und übergab die Stadt ohne Gegenwehr.

In Jalalpur auf den Spuren von Alexander dem Großen bei seinem großen Asien-Feldzug!

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Andere lokale Herrscher wiederum unterwarfen sich Alexander nicht aus freien Stücken. In den Kämpfen am Fluss Hydaspes (heute Jhelam) ging die makedonische Armee trotz des wütenden Monsuns noch siegreich hervor, jedoch schwächten die extremen klimatischen Bedingungen und die Ferne von der Heimat die Truppe, so dass die Soldaten vor der Überquerung des Flusses Hyphasis (heute Beas) meuterten und Alexander zum Abbruch seines Feldzuges zwangen.

Man versuchte dann, nach Süden zum Meer zu gelangen, was jedoch nur weitere Leben kostete und auch Alexander selbst eine schwere Verletzung wohl in der Nähe des heutigen Multan einbrachte. Während der schweren Genesungszeit ließ er bei Uch Sharif eine weitere neue Stadt mit dem Namen Alexandreia errichten, wie es auch zuvor schon mehrfach geschehen war. Erst im Jahr 325 v. Chr. wurden die lokalen Fürstentümer im Sindh bezwungen und mit dem Indus-Delta der Zugang zum Seeweg erreicht. Nur wenige Boote konnten die Armee fassen, so dass drei Viertel der Heeresstärke dennoch auf dem Land die heutige Provinz Baluchistan und die weite Strecke nach Persien gehen musste.

Alexander der Große starb im Jahr 323 v. Chr. in Babylon. Sein Reich sollte nicht von langer Dauer sein und auch sein einziger legitimer Sohn, der erst nach seinem Tod geboren werden sollte, wurde noch im Kindesalter ermordet. In der Region in Zentralasien lebte die griechische Kultur nach den Feldzügen noch fort, wie etwa die Statuen im Nationalmuseum in Islamabad beweisen. Vor allem aber sein Name verknüpft sich mit den Geschicken dieser fernen Reiche bis heute und trägt zu ihrem besonderen Reiz großer Geschichte bei.