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Speisen und Getränke in Pakistan

Essen nimmt in der pakistanischen Kultur einen hohen Stellenwert ein und steht für Geselligkeit und Gastfreundschaft. Die Bandbreite der leckeren Speisen und Nationalgerichten zeigt die verschiedenen kulturellen Einflüsse und spiegelt die geografischen Besonderheiten wider. Sowohl die muslimisch geprägten Gerichte Zentralasiens als auch die teils scharfen, aber immer perfekt gewürzten fanden Eingang in die lokalen Kochkünste.

Insgesamt eher fleischlastig, bietet die pakistanische Küche aber auch frisches Brot, würzige Currys und süße Nachspeisen. Außerdem kann das kulinarische Heimweh in den besseren Hotels der Großstädte ebenfalls gestillt werden. Ebenso sind die großen internationalen Fastfoodketten und auch chinesische Lokale vertreten.

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Fleischspeisen in Pakistan

Duftende Gewürze gibt es in Lahore auf dem Markt.

In Pakistan ist Fleisch als Zutat der Speisen sehr beliebt, auch wenn es sich viele Menschen aus den armen Bevölkerungsschichten nur zu besonderen Anlässen leisten können. Hauptsächlich Rind und Hühnchen, aber auch Schaf und Ziege gehören zu den beliebtesten Fleischsorten. Schweinefleisch hingegen wird wegen der religiösen Gebräuche nicht verzehrt, da das Schwein im Koran als unreines Tier gilt. Im Süden am Meer werden auch Meeresfrüchte und Fisch angeboten.

Pakistanisches Hammelfleisch
Die Bandbreite der Zubereitung ist sehr weit. Auch bei uns bekannt ist sicherlich das Hammelfleisch vom Spieß, genannt Kebab, bzw. in gehackter Form Shish Kebab. Kleine Frikadellen aus Hammelfleisch heißen ganz in zentralasiatischer Tradition Köfte. Viele dieser Gerichte gehen auf die Küche der Mogulzeit zurück. Auch das in ganz Zentralasien so beliebte Pilaf, also Reis mit Hammelfleisch, Zwiebeln, Karotten und anderen Zutaten, kann man in pakistanischen Küchen finden.

Pakistanisches Hühnchen
Hühnchen vom Spieß kann einfach nur gewürzt oder vorab mariniert sein; es heißt dann tikka. Eine typische Marinade kombiniert gern die verschiedenen Gewürze mit Jogurt, so dass man leicht an indische Gerichte erinnert wird. Wird das Hühnerfleisch im Ofen zubereitet, findet man es als Tandoori Chicken auf der Speisekarte.

Pakistanisches Gulasch
Mit Tomaten und Zwiebeln in Öl gebraten und lecker gewürzt sind die Karahi-Gerichte, so benannt nach der tiefen Pfanne, in der sie gekocht werden. Hierin bereitet man auch die Currys zu, die eintopfartig mit Gemüse und Gewürzen zu einer Art Gulasch zusammengeköchelt werden. Dazu isst man meistens Brot je nach eigenem Gusto.

Keine Fleischverschwendung: Innereien-Topf
Nicht nur das Muskelfleisch kommt in den Topf, sondern auch Innereien. Ein besonderes Gericht im Sindh ist Kata-kat, bestehend aus klein gehackten Innereien und viel Chili.

Brote & Gebäck in Pakistan

Auf Trekkingtour: Leckeres Brot wird von der lokalen Mannschaft täglich zubereitet.

Angesichts der Auswahl an Broten spürt man die Nähe zu Indien. Fladenbot aus der Pfanne, bestehend aus einem ungesäuerten Teig und einfach nur Wasser, werden als Chapatti bezeichnet. Tandoori Chapatti besteht aus denselben Bestandteilen, wird jedoch im Ofen zubereitet, den so genannten Tandoor. Mit Öl ausfrittierte Chapatti heißen Paranthas und sind noch heiß serviert eine absolute Köstlichkeit.

Fladenbrot frisch aus dem Ofen schmeckt besonders gut.

Weiterhin isst man in Pakistan Puri, die ebenfalls im Öl ausgebacken werden, jedoch kleiner sind. Teilweise kann dem Mehl Kartoffelmehl beigemischt werden – man erkennt dies an der Benennung des mit dem Wort Aloo vorab. Das in Indien so beliebte, etwas dickere und luftigere Naan, gibt es auch in Pakistan. Dort wird der ungesäuerte Teig im Steinofen ausgebacken. Ein Vermächtnis der Briten ist Toastbrot, das vor allem in der Frühstückslandschaft der internationalen Hotels zu finden ist.

Fladenbrote sind insbesondere in den ländlichen Gegenden ein unabdingbarer Bestandteil jeder Mahlzeit, und das nicht nur der Sättigungswirkung wegen. Da Besteck fast nur in den Städten genutzt wird, kommt dem Brot diese Funktion zu. Man platziert ein wenig Kebab oder Curry auf einem Stück Brot und ist beides dann gemeinsam.

Neben Brot bildet Reis in Pakistan die zweite Sättigungsbeilage.

Beliebte Süßspeise in Pakistan

Leckere Süßspeisen werden auf dem Markt gleich frisch zubereitet.

Besonders beliebt bei den Pakistani sind Süßspeisen, die oft mit Nüssen und sehr viel Honig hergestellt werden. So werden beispielsweise für Gulab Jamun Teigbällchen frittiert und mit Sirup getränkt. Auch gibt es Halwa, ähnlich dem türkischen Honig, der in Europa sehr bekannt ist. Andere Süßspeisen werden aus Milch hergestellt, doch auch Kekse und Kuchen sind erhältlich.

Vegetarisches in Pakistan

Für Vegetarier ist die pakistanische Küche nur bedingt ausgelegt. In Pakistan isst man besonders gern Hülsenfrüchte, vor allem Linsen. Diese werden als Dhal gekocht, je länger, desto schmackhafter. Weiterhin kommen Kichererbsen, Erbsen und dicke Bohnen in den Topf.

Kartoffeln sind anders als in Deutschland kein Grundnahrungsmittel, sondern werden als Gemüse betrachtet. Daneben isst man gern Spinat, Kohl und Blumenkohl – zumeist gekocht in einem Curry. Auch wenn wir mit dem Begriff des Curry vor allem die indische Gewürzmischung verstehen, so bezeichnet Curry im pakistanischen (und gesamten Süd- und südostasiatischen) Sprachgebrauch eine gekochte Speise mit Sauce. Die Würzung fällt in Pakistan dafür etwas milder als in Indien aus.

Frische Salate sind ebenfalls in Pakistan erhältlich. Häufig dominieren frische Zwiebeln und Chili solche Salate – in Anbetracht möglicher Magen-Darm-Probleme sollte man hier jedoch eine gewisse Vorsicht walten lassen.

An Obst bietet Pakistan wohl alles, was das Herz begehrt: Mangos, Bananen, verschiedenste Melonensorten, Aprikosen, Granatäpfel und Pfirsiche werden angebaut. Natürlich gibt es geografische Unterschiede, so dass im Norden z. B. auch für Europäer weniger exotisches Obst zu finden ist, etwa Äpfel und Pflaumen. Auch hier gilt: Schälen vor dem Verzehr hilft, Darmproblemen vorzubeugen.

Getränke in Pakistan

Wie überall in Zentralasien ist schwarzer Tee das erste Getränk der Wahl. Mit Milch und Zucker wird der Geschmack dem eigenen Gusto angepasst. Andererseits wird aber auch die indische Version des Chai zu finden sein, die kräftig gewürzt äußerst schmackhaft ist. Weiter im Westen findet man eher grünen Tee vor. Im Norden kann dem Tee Salz anstelle von Zucker zugesetzt werden – also Achtung! Kaffee gibt es eigentlich nur als Instant-Variante.

Wasser in Flaschen und keine Eiswürfel!
Für Mitteleuropäer ist vor allem abgepacktes Wasser zu empfehlen, das den täglichen Flüssigkeitsverlust gerade in den warmen Jahreszeiten am besten ausgleichen kann. Vorsicht sollte man bei Eiswürfeln walten lassen, da diese in der Regel nicht aus abgefülltem Wasser hergestellt werden und daher schnell zu Darmproblemen führen können. Am besten man verzichtet auf die Zugabe von Eis.

Das beliebte Lassi, zum Beispiel mit beigefügten Mangos oder Bananen, findet man auch in Pakistan. Hierfür wird Jogurt verdünnt und mit dem gewünschten Obst, püriert, versetzt. Ein Lassi hilft gerade in der heißen Jahreszeit über die Mittagsstunden und kann ein Essen ersetzen.

In Pakistan als muslimischem Land ist es den Gläubigen natürlich nicht gestattet, Alkohol zu trinken. Christen hingegen können mit einer speziellen Erlaubnis in den wenigen Verkaufsstellen Bier, Wein oder Wodka erwerben. Als Tourist wird man vor allem in den Bars der 5*****-Hotels ein Glas Bier oder Wein bekommen.